Die Frauenheilkunde befaßt sich mit Vorbeugung, Früherkennung und Behandlung von Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane und der Brust.

Wir untersuchen/ behandeln in der Sprechstunde:

  • Krebsvorsorge
  • Scheideninfektionen
  • Blutungsstörungen
  • Brustbeschwerden
  • Wechseljahrsbeschwerden
  • Harninkontinenz -> Pessareinlage
  • Hormonstörungen
  • Krebsnachsorge

Mehr Sicherheit durch sinnvolle Zusatzuntersuchungen:

Ultraschall der Brust

Ultraschall der Brust

Neben der Tastuntersuchung der Brust und der Mammographie ist heute der Brustultraschall die wichtigste Säule in der Diagnostik gutartiger und bösartiger Brustdrüsenveränderungen. Besonders bei jüngeren Frauen mit mastopathisch veränderten „röntgendichten“ Brüsten, lassen sich diese wegen der nur geringen Strahlendurchlässigekeit, erschwert beurteilen. Auf Grund schallphysikalischer Eigenschaften bestehen hier für die Sonographie häufig optimale Bedingungen, so dass jüngere Frauen oder Frauen mit bindegewebsreichen Drüsenkörpern auf diese schmerz- und strahlenfreie Untersuchung zur Früherkennung nicht verzichten können.

Ultraschall des Unterbauches

Ultraschall des Unterbauches

Ein Frühstadium von Eierstockskrebs oder Gebärmutterhöhlenkrebs ist nicht ertastbar. Durch die vaginale Ultraschalluntersuchung können aber Veränderungen an diesen Organen schon frühzeitig sichtbar gemacht werden und nicht erst festgestellt werden, wenn Symptome wie Blutungen oder Beschwerden eintreten.

Wird eine Krebserkrankung im Frühstatium erkannt, besteht eine sehr gute Heilungschance. Deshalb kommt der sonographischen Früherkennung mit zunehmenden Alter eine entscheidende Bedeutung zu. Sie sollten für Ihre zusätzliche Sicherheit diese wichtige Untersuchung in regelmäßigen Intervallen durchführen lassen.

HPV-Test

Test auf Humane Papillomaviren (HPV) und Gebärmutterhalskrebs

Verbesserung der Krebsvorsorgeuntersuchungen durch eine HPV-Bestimmung

Jährlich werden in Deutschland 14000 Frauen ein Gebärmutterhalskrebskarzinom diagnostiziert, Frühstadien eingeschlossen. Es ist somit die häufigste Krebserkrankung der weiblichen Genitalorgane. Dabei werden Frühformen (Carcinoma in situ) noch vor dem bösartigen Eindringen in die Umgebung meist bei Frauen zwischen 25 und 40 Jahren festgestellt, fortgeschrittene Tumore zeigen eine Häufung zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr.

Unbestritten ist, dass die bleibende Infektion mit Hochrisiko-Typen des Papilloma-Virus, meistens die Virustypen HPV-16 und HPV-18, die Voraussetzung für die Entstehung des Zervixkarzinoms darstellt. Das HPV-Virus wird durch Geschlechtsverkehr übertragen und verursacht keine Beschwerden. Das Risiko steigt mit der Zahl der Sexualpartner und mit der Anzahl der Kinder, die eine Frau geboren hat. Ebenso erhöht Zigarettenrauchen das Erkrankungsrisiko deutlich.

Der bei Krebsvorsorgeuntersuchungen entnommene Zellabstrich vom Muttermund (=PAP-Test) stellt eine bewährte Methode zur Früherkennung von Zellveränderungen am Gebärmutterhals dar.

Jedoch beträgt seine Zuverlässigkeit nur 50%, da diese zunächst in tieferen Zellschichten entstehen und erst später an die Gewebeoberfläche gelangen, von wo der Abstrich entnommen wird.

Auch wenn ihr PAP-Test noch unauffällig ist, können doch Hochrisiko-HPV-Typen vorliegen; dies ist ein Alarmzeichen.

Eine zusätzliche Sicherheit und wichtige Information zur zukünftigen Risikoabschätzungen einer Gebärmutterhalskrebserkrankung ist deshalb die molekularbiologische Untersuchung auf Hochrisiko-HPV-Viren.

Der HPV-Befund gibt Ihnen Auskunft darüber, ob für Sie das Risiko besteht, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken und ob weitere Untersuchungen notwendig sind. Deshalb sollten alle Frauen ab 30 Jahren Ihren HPV-Status bestimmen lassen.

 

Die Kombination aus Zellabstrich vom Muttermund und HPV-Bestimmung zusammen bieten die größte Gewissheit, krankhafte Veränderungen der Gebärmutter bereits im Frühstadium zu erkennen.

Thin Prep

Thin-Prep = der verbesserte Pap Test

Vor 50 Jahren wurde der Krebsabstrich oder auch Papanicoulau-Test (Pap Test) entwickelt. Der untersuchende Arzt schabt vorsichtig Zellen vom Gebärmutterhals ab, trägt sie auf einen Glasobjektträger auf und sendet diesen an einen Zytologen zur mikroskopischen Untersuchung.

Es kann vorkommen, dass die Zellen in verschiedener Dicke übereinander auf dem Objektträger aufgetragen werden, so daß sich zu viele Zellen auf einer Stelle befinden und überlappen, die Beurteilbarkeit ist dann deutlich eingeschränkt. Weiter weiß man, dass viele Zellen nicht auf den Objektträger aufgetragen, sondern an dem Probenentnahmeinstrument kleben und mit weggeworfen werden. Deshalb werden beim Thin Prep-Verfahren die Zellen nicht auf einen Objektträger aufgetragen, sondern in einem Plastikbehälter mit einer Konservierungslösung ausgespült.

Dadurch werden die Zellen aus dem Entnahmegerät gelöst und gelangen in die Flüssigkeit; so werden alle abgestrichenen Zellen auch für die Untersuchung erhalten.

Weltweite Studien haben gezeigt, dass der Thin Prep, verläßlichere Resultate ergibt als der herkömmliche Abstrich und somit eine Verbesserung zur zusätzlichen Sicherheit darstellt.

immunologischer Stuhl Test

Verbesserte Darmkrebsfrüherkennung mit dem neuen immunologischen Test auf Blut im Stuhl

Darmkrebs ist eines der häufigsten bösartigen Leiden in der westlichen Welt. Betrachtet man beide Geschlechter zusammen, so steht er an der Spitze aller Krebserkrankungen. In der Bundesrepublik befällt die Krankheit jedes Jahr über 40.000 Personen und bleibt dabei oft viel zu lange Zeit unentdeckt. Darmkrebs entsteht in der Regel aus zunächst noch gutartigen Polypen (Adenome). Adenome wachsen bis zu ihrer Entartung meist über viele Jahre.

Durch den neuen Test gelingt bereits eine frühzeitige Erkennung kleinerer Adenome. Eine erst kürzlich veröffentlichte amerikanische Studie belegt, dass die Abtragung dieser Ademone mittels Darmspiegelung (Coloskopie) das Darmkrebsrisiko um fast 90 % reduziert.

Ein neuer immunologischer Test auf Blut im Stuhl bietet gegenüber der bisherigen Methode eine wesentlich verbesserte Früherkennung von Blutungsquellen im Darm. Der Test untersucht in einer Stuhlprobe den Hämoglobin/Haptoglobin-Komplex und reagiert nur auf menschliches Blut.

Daher ist der Test weniger störanfällig und es brauchen anders als bisher keine Diätvorschriften mehr eingehalten werden. Zwei Proben von einem Stuhlgang genügen für Ihre zusätzliche Sicherheit. Bis zur Rückgabe sollten die Proberöhrchen gut gekühlt werden.  

Früherkennung Blasenkrebs

Früherkennungstest Blasenkarzinom

Krebs bei Frauen. Da denkt man an Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs oder Eierstockskrebs,an Blasenkrebs denkt man nicht. Warum eigentlich nicht? Schließlich erkranken in Deutschland jedes Jahr ungefähr 7.000 Frauen an diesem Tumor. Doch während für Gebärmutterhalskrebs ein umfassendes Vorsorgeprogramm existiert, wird die Früherkennung von Blasenkrebs sträflich vernachlässigt, obwohl durch einen einfachen Urintest sich das Risiko für okkulte, asymptomatische Tumoren der Harnblase frühzeitig und einfach abschätzen lässt.

 

Harnblasenkrebs ist ein äußerst „heimtückischer“ Tumor, denn er kann jahrelang wachsen, ohne dass sich Beschwerden einstellen und die Betroffenen davon etwas merken.

 

Noch erkranken an Blasenkrebs dreimal so viele Männer wie Frauen. Das wird sich wahrscheinlich bald ändern. Denn der wichtigste Risikofaktor für Blasenkrebs ist das Rauchen. Hier haben Frauen in den letzten Jahrzehnten gewaltig aufgeholt. Rauchen scheint in Bezug auf Blasenkrebs für Frauen sogar gefährlicher zu sein als für Männer. In einer Veröffentlichung des amerikanischen National Cancer Institutes wird bei Ihnen ein bis zu doppelt so hohes Risiko beschrieben, wie bei rauchenden Männern – die gleiche Zigarettenanzahl vorausgesetzt.

 

Ein weiterer Risikofaktor kommt ebenfalls verstärkt bei Frauen zum Tragen: Haare färben. Wer regelmäßig einmal im Monat mit dauerhaften Mitteln seine Haare färbt, verdoppelt sein Blasenkrebsrisiko. Werden die Substanzen mehr als 15 Jahre lang angewendet, ist die Gefahr sogar dreimal so hoch. Besonders gefährlich scheinen dunkelbraune und schwarze Farbtöne zu sein. Friseurinnen und Friseure, die länger als zehn Jahre in ihrem Beruf arbeiten, haben ein etwa fünffach erhöhtes Risiko.

 

 

Die Sterberate an Blasenkrebs ist fast doppelt so hoch wie bei Männern. Die Ursache dafür ist, dass bei Frauen die Diagnose durchschnittlich viel später festgestellt wird als bei Männern. Sehr oft ist für viele Frauen das typische Blasenkrebs-Symptom wie Blut im Urin kein Alarmzeichen, da Blutspuren im Urin für sie nichts Unbekanntes sind und während der Menstruation auch vorkommen. Zudem leiden Frauen häufiger unter Harnweginsfekten und den damit verbundenen Schmerzen.

 

Für einen Blasenkrebs gilt jedoch auch, was für alle anderen bösartigen Erkrankungen gilt: Je früher sie erkannt werden, desto besser sind die Behandlungs- und Heilungschancen.

 

Für die frühzeitige Diagnose von Blasenkrebs steht jetzt ein einfach anzuwendender Test zur Verfügung, der doppelt so genau ist wie die Urinzytologie. Er arbeitet mit dem Tumormarker NMP 22 ( tumorassoziiertes nukleäres Matrixprotein). Tumormarker sind Eiweiße, die von den Krebszellen produziert werden.

 

Das NMP 22 lässt sich im Urin nachweisen. Der Test ist zur Therapieüberwachung und auch zur Suche nach Blasentumoren geeignet. Mit NMP 22 können auch mögliche Tumoren erkannt werden, die bei einer Blasenspiegelung nicht gesehen werden können.

 

Wie wichtig eine möglichst frühzeitige Diagnose des Blasentumores ist, belegen die Zahlen: Bei bis zu 22% der Patienten liegt bei der Diagnose bereits ein Krebs vor, der in die Blasenwand eingewachsen ist und somit eine ungünstige Prognose hat . Durch eine frühzeitige Diagnose und eine entsprechende Therapie können schwere Operationen wie die vollständige Entfernung der Harnblase verhindert werden.