Verhütung

Um eine geeignete Verhütungsmethode zu finden, sollten mehrere Gesichtspunkte berücksichtigt werden:

  • Alter der Patientin
  • Beinflussung des Stoffwechsels
  • Beeinflussung des Hormonhaushaltes
  • Nebenwirkungen ( Migräne, Blutungsverstärkung etc.)
  • Thromboserisiko
  • Einfachheit der Anwendung
  • Zeitpunkt einer beabsichtigten Schwangerschaft
  • Kosten

Von Pillen, Spritzen, Spiralen, Sterilisation über Verhütungsring oder Verhütungspflaster - wir verfügen über das notwendige Hintergrundwissen um Ihnen zu helfen, die für Sie richtige Entscheidung zu treffen.

Ebenso beherrschen wir die Einlage- und Entfernungstechniken aller Spiralen, eines Verhütungsstäbchens sowie das Anpassen eines Diaphragmas.

Mehr Sicherheit durch Zusatzleistungen

APC-Test

APC Test (Thrombose-Test)

Jedes Jahr sterben 40.000 Menschen an den Folgen einer Thrombose oder Embolie. Eine zentrale Rolle spielen Risikofaktoren wie Rauchen, Pille, Übergewicht und genetische, also erbliche Faktoren wie die Faktor V Mutation in der Blutgerinnung. Diese vererbte und weit verbreitete genetische Veränderung führt zu einer erhöhten Gerinnungsfähigkeit des Blutes. Wenn mehrere Risiken zusammen kommen, wie z.B. Pilleneinnahme und eine Faktor V Mutation, ist das Thromboserisiko um ein Vielfaches erhöht.

 

Leider kann man seine Gene nicht ändern, aber man kann sein genetisches Risiko erfahren und daraus Konsequenzen ziehen: eine östrogenfreie Pille (Minipille), hormonfreie Verhütungsmittel anwenden oder in anderen Risikosituationen wie z.B. Langstreckenflüge, Schwangerschaft und Bettlägerigkeit, Maßnahmen zur Vermeidung von Thrombosen ergreifen.

 

Deshalb ist es sinnvoll vor Beginn einer hormonellen Kontrazeption diesen Test einmalig durchzuführen.  

HPV-Test

Test auf Humane Papillomaviren (HPV) und Gebärmutterhalskrebs

Verbesserung der Krebsvorsorgeuntersuchungen durch eine HPV-Bestimmung

Jährlich werden in Deutschland 14000 Frauen ein Gebärmutterhalskrebskarzinom diagnostiziert, Frühstadien eingeschlossen. Es ist somit die häufigste Krebserkrankung der weiblichen Genitalorgane. Dabei werden Frühformen (Carcinoma in situ) noch vor dem bösartigen Eindringen in die Umgebung meist bei Frauen zwischen 25 und 40 Jahren festgestellt, fortgeschrittene Tumore zeigen eine Häufung zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr.

Unbestritten ist, dass die bleibende Infektion mit Hochrisiko-Typen des Papilloma-Virus, meistens die Virustypen HPV-16 und HPV-18, die Voraussetzung für die Entstehung des Zervixkarzinoms darstellt. Das HPV-Virus wird durch Geschlechtsverkehr übertragen und verursacht keine Beschwerden. Das Risiko steigt mit der Zahl der Sexualpartner und mit der Anzahl der Kinder, die eine Frau geboren hat. Ebenso erhöht Zigarettenrauchen das Erkrankungsrisiko deutlich.

Der bei Krebsvorsorgeuntersuchungen entnommene Zellabstrich vom Muttermund (=PAP-Test) stellt eine bewährte Methode zur Früherkennung von Zellveränderungen am Gebärmutterhals dar.

Jedoch beträgt seine Zuverlässigkeit nur 50%, da diese zunächst in tieferen Zellschichten entstehen und erst später an die Gewebeoberfläche gelangen, von wo der Abstrich entnommen wird.

Auch wenn ihr PAP-Test noch unauffällig ist, können doch Hochrisiko-HPV-Typen vorliegen; dies ist ein Alarmzeichen.

Eine zusätzliche Sicherheit und wichtige Information zur zukünftigen Risikoabschätzungen einer Gebärmutterhalskrebserkrankung ist deshalb die molekularbiologische Untersuchung auf Hochrisiko-HPV-Viren.

Der HPV-Befund gibt Ihnen Auskunft darüber, ob für Sie das Risiko besteht, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken und ob weitere Untersuchungen notwendig sind. Deshalb sollten alle Frauen ab 30 Jahren Ihren HPV-Status bestimmen lassen.

 

Die Kombination aus Zellabstrich vom Muttermund und HPV-Bestimmung zusammen bieten die größte Gewissheit, krankhafte Veränderungen der Gebärmutter bereits im Frühstadium zu erkennen.

HIV-Test

HIV- oder Aidsbluttest

Obwohl eher selten, treten auch hier im ländlichen Bereich gelegentlich Aidsinfektionen auf, oft ohne dass die Betroffenen dies geahnt haben. Dann ist natürlich die Gefahr, den Partner zu infizieren sehr hoch! Als Hauptrisikogruppen gelten immer noch Homosexuelle und Drogenabhängige, aber auch ungeschützter Geschlechtsverkehr mit einem relativ unbekannten Partner, dessen Vergangenheit man nicht kennt, ist nicht ungefährlich. Daher ist es durchaus zu empfehlen, zu Beginn einer neuen Beziehung dieses Thema anzusprechen, Kondome als Infektionsschutz zu verwenden und bei Zweifeln gemeinsam einen Bluttest durchführen zu lassen. Wichtig ist nach 6 Monaten eine Kontrolle, weil bei frischem Kontakt der Virusnachweis im Blut erst nach Monaten positiv ist. Die Laborkosten des Bluttests werden nicht von der Krankenkasse übernommen.