Osteoporose

Osteoporose ist kein Schicksal!

Vielleicht erinnern Sie sich an die Generation Ihrer Großmutter, wo man das Alter einer Frau insbesondere am „Witwenbuckel“ ablesen konnte. Dass es sich hierbei nicht um eine harmlose Verformung der Wirbelsäule, sondern um eine ernstzunehmende Erkrankung mit vielen schmerzhaften Folgeschäden handelt, wußte damals kaum jemand. Die Osteoporose galt als unabwendbares Schicksal der Frau.

Was ist Osteoporose?

Osteoporose, im Volksmund auch „Knochenschwund“ genannt, ist eine Stoffwechselerkrankung des Skeletts. Sie ist gekennzeichnet durch eine Verminderung an Knochenmasse und eine Verschlechterung der Knochenarchitektur. Daraus resultiert eine erhöhte Kochenbrüchigkeit. Kleinere Stürze und selbst alltägliche Handgriffe, wie Heben und Tragen, können zum Knochenbruch führen, vor allem an den Wirbelkörpern der Wirbelsäule, den Unterarmen oder den Oberschenkelknochen.

Wer kann betroffen sein?

Osteoporose tritt häufig bei Frauen, aber auch bei Männern, nach den Wechseljahren und im höheren Lebensalter auf. In Deutschland sind heute etwa jede dritte Frau und jeder fünfte Mann ab dem 50. Lebenjahr betroffen.

Einige Risikofaktoren sind:

  • Familienanamnese
  • Geschlecht
  • Früher Eintritt der Menopause
  • Unausgewogene Ernährung z.B. niedrige Kalziumaufnahme
  • Untergewicht
  • Übermäßiger Tabak- und Alkoholkonsum
  • Zuvor erlittene Knochenbrüche
  • Bewegungsmangel
  • Medikamentöse Behandlung, z.B. mit Cortison

Wie macht sich Osteoporose bemerkbar?

Symptome für das Vorliegen einer Osteoporose können u.a. sein:

  • Chronischer Rückenschmerz
  • Länger andauernde Atembeschwerden
  • Abnehmende Körpergröße
  • Rundrücken (sog.“Witwenbuckel“)
  • Eingeschränkte Bewegungsfähigkeit
  • nochenbrüche ohne äußere Einwirkung

Wie wird Osteoporose diagnostiziert?

Osteoporose wird auch häufig als "schleichende",bzw. "stille" Erkrankung bezeichnet. Es gibt nur wenige Möglichkeiten, frühzeitig einen Knochenmassenverlust nachzuweisen.

Eine davon ist die Knochendichtemessung mit dem DXA-Verfahren. Dabei wird mit Hilfe einer speziellen Röntgentechnik eine sehr geringe Röntgenstrahlung durch den Körper geschickt, um den Mineralgehalt der Knochen zu bestimmen.

Dieser Knochenmineralgehalt steht in direkter Beziehung zur Knochenfestigkeit. Eine frühzeitige Diagnostik ermöglicht erst eine gezielte effiziente Behandlung.

Eine Knochendichtemessung kann nicht exakt einen Knochenbruch vorhersagen – genauso wenig wie ein hoher Cholesterinwert einzeln betrachtet einen Herzinfarkt vorherbestimmen kann.

Dennoch sagt ein entsprechender Knochendichtewert etwas über das Frakturrisiko im Vergleich zu einem normalen Knochen im Altersvergleich aus.

Ihr persönliches Ergebnis in Verbindung mit weiteren Parametern ergibt dann eine Gesamtrisikoeinschätzung.

Wie sicher ist die Untersuchung?

Die DXA- Methode ist zur Zeit die einzige sowohl von der WHO (Weltgesundheitsorganisation ) als auch der DGO (Deutsche Gesellschaft Osteologie) anerkannte Messmethode zur Diagnose der Osteoporose.

Die während einer Untersuchung, verabreichte Strahlendosis ist vergleichbar mit der Dosismenge, die jeder Mensch im Laufe einer Woche als natürliche Strahlung erhält.

Andere technische Verfahren zur Diagnose (CT,PQCT, Ultraschall) sind möglich, haben zur Zeit aber noch Nachteile. Diese liegen entweder in der höheren Strahlenbelastung oder in einer geringeren Aussagefähigkeit aufgrund der Messorte.

Was erwartet mich bei der Knochendichemessung?

Das Gerät sieht wie eine große Untersuchungsliege aus. Die Untersuchung selbst dauert, je nach zu untersuchender Körperregion 7 bis 10 Minuten. Sie liegen dabei entspannt auf der Liege und der Meßkopf läuft über Sie weg. Es ist durchaus normal, dass regional unterschiedlich verteilte Knochendichtewerte festgestellt werden.

Ist Osteoporose behandelbar?

Heute gibt es neben wirksamen medikamentösen Therapien weitere Möglichkeiten, die Knochensubstanz positiv zu beeinflussen. Dazu gehören eine kalziumreiche, ausgewogene Ernährung und auch eine angemessene sportlich-körperliche Bewegung. In jedem Fall wird der gemessene Wert mit Ihrem Arzt nochmals eingehend besprochen.

Wie viele innovative Diagnostikverfahren zählt die Knochendichteuntersuchung derzeit nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Wir stellen Ihnen die Kosten für diese wichtige Vorsorguntersuchung daher als individuelle Gesundheitsleistung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GoÄ) in Rechnung.